Die Geschichte der Schönburg

Sie liegt malerisch in einer Saaleschleife zwischen den Städten Naumburg und Weißenfels. Hoch oben auf einem Sandsteinfelsen erhebt sich die Burg über dem Saaletal. Die Stadt Naumburg liegt mit Ihrem Panorama, dem Dom und der Stadtkirche St. Wenzel, der Schönburg zu Füßen. Der Blick auf die Saaleauen und die Weinberge entschädigt für die 137 Stufen Aufstieg im Bergfried.

1157 erstmals erwähnt, gehört die Schönburg zu den Grenzfesten im Saaletal. Die ältesten, heute noch erhaltenen Teile der Burg stammen aus der Bauzeit im 12. und 13. Jahrhundert. Der Bergfried, die Zwingeranlage zur Vorburg und die Umfassungsmauern gehören in diese Epoche.

Seit 1235 ist die Burg in unmittelbarem und lehnfreiem Besitz der Bischöfe von Naumburg/Zeitz. Mit der Reformation geht die Burg in den Besitz der Kurfürsten von Sachsen über.

Als Verwaltungsstelle für einen Amtmann wird 1539 die Alte Försterei in der Vorburg gebaut. Dieses Amt Schönburg wird später zur Forstverwaltung und hat Bestand bis zum Ende des 19. Jahrhunderts. über Jahrhunderte ist ein Verfall an den ungenutzten Gebäuden zu verzeichnen.

Ab 1668 wurden die Amtsgüter an die Bauern von Schönburg und Possenhain verkauft. Die Gebäude wurden abgetragen und die Sandsteine als Baumaterial verwendet. Die Wehranlagen wurden jedoch weitestgehend erhalten.

Die Ereignisse der Völkerschlacht von 1813 bringen erneuten Wandel. Als Ergebnis des Wiener Kongresses 1815/16 fällt die Burg an Preußen. Mit der Zeit der Romantik bekommt auch die Schönburg wieder mehr öffentliche Aufmerksamkeit. Erste nachgewiesene Erhaltungsmaßnahmen gehen auf die Mitte des 19. Jahrhunderts zurück.

Der erst 16 jährige Friedrich Nitzsche gründet 1860 auf der Schönburg den Verein "Germania". Das Interesse und der Zuspruch an der Schönburg ist gegen Ende des 19. Jahrhunderts offensichtlich so groß, dass mit der gastronomischen Bewirtschaftung begonnen wird.

1884 soll ein Förster den ersten Ausschank eröffnet haben. Damit Sie den herrlichen Ausblick vom Turm genießen können, wurde 1885 durch den Naumburger Verschönerungsverein die heutige Treppe angelegt.

Im Jahre 1925 wurde die Stadt Naumburg Eigentümerin der Schönburg. über die beiden Weltkriege und die Zeit der DDR wurden Gäste durchgehend bewirtet.

Mit der politischen Wende 1989/90 kam auch eine Wende für die Schönburg. 1990 wurde das Tor der Burg für die Öffentlichkeit geschlossen.

Wer soll neuer Besitzer der Schönburg werden?

Für Sachsen-Anhalt ist die Burg nicht interessant genug, für das Dorf Schönburg ist die Immobilie ein Fass ohne Boden und so wurde entschieden, dass die Burg im Besitz der Stadt Naumburg verbleibt.

Ab 1994 konnte mit Hilfe des Heimatvereines von Schönburg die Burg für Besucher wieder geöffnet werden.

Seit Ende 1999 ist auch die gastronomische Versorgung wieder im Forsthaus eingezogen.

Auf Initiative des Heimatvereines wurde 2000 das ehemalige Gerichtshaus aus dem 13. Jahrhundert. zum Standesamt ausgebaut. 60 Plätze stehen im großen Saal für Gäste zur Verfügung.

Seit 2009 können Besucher über den Kontrast von Alt und Neu staunen. Auf dem ehemaligen Spielplatz des Kindergartens wurde ein moderner Baukörper aus Stahl und Glas errichtet.

Genießen Sie die Atmosphäre der alten Mauern und den Charme des Neuen. Sie sind uns als Gäste herzlich willkommen.